Kunstwand "Alte Post" in Penk

09.07.2025

Kunstwand „Alte Post“ in Penk
Point: Gästehaus „Alte Post“  - 9816 Penk 19
Video von der Entstehung:


Die Salzburger Künstlerin Edith Sulzenbacher hat an der Fassade der „Alten Post“ in Penk ihre künstlerische Vision verwirklicht – an einem Ort, der seit Jahrhunderten als Schnittstelle von Reisen, Begegnung und Arbeit diente. Einst hielten hier Postkutschen, müde Reisende kehrten ein, und Bergleute legten auf ihrem Weg Rastpausen ein. Heute erwacht diese Vergangenheit durch eindrucksvolle Bildmotive zu neuem Leben.

Vergessene Geschichten finden in den Wandmalereien ihren Platz zurück in der Gegenwart – sichtbar und spürbar zugleich. Mit feinem Gespür für den Geist des historischen Ortes lässt Edith Sulzenbacher Szenen aus vergangenen Jahrhunderten auferstehen, genau dort, wo sich Poststation, Gasthaus und Bergbau einst begegneten. Die Künstlerin versteht es, Geschichte nicht nur abzubilden, sondern erlebbar zu machen – als stille Erinnerung, die sich dem Betrachter langsam erschließt.

Die Hauswand selbst stellte eine besondere Herausforderung dar. Der grobe, unregelmäßige Untergrund ließ keine filigranen Details zu. Doch gerade diese raue Oberfläche prägt den Charakter des Werkes entscheidend: Das Wandgemälde ist weniger ein Bild zum „Hineinzoomen“, sondern ein kraftvolles Zeichen der Erinnerung, dessen Wirkung sich aus der Distanz entfaltet. So entstand ein Kunstwerk, das sich bewusst mit der Materialität des Ortes verbindet – robust, ehrlich und zeitlos.

Auch die langjährige Freundschaft zwischen Edith Sulzenbacher und der Künstlerin  Aktrice Edith-Maria Lesnik fließt in dieses Projekt ein. Kennengelernt haben sich die beiden bei der gemeinsamen Arbeit mit dem legendären Prof. Ernst Fuchs an der Apokalypsenkapelle in Klagenfurt. Dieses kreative Band besteht bis heute und prägt die gegenseitige Wertschätzung und Zusammenarbeit.

Ein herzliches Dankeschön gilt Bürgermeister Stefan Schupfer und seinem engagierten Team, Elvira und Andreas Friedrich, sowie Helga und Wolfram vom Reiterhof Krabeter – ohne deren Unterstützung dieses Projekt nicht möglich gewesen wäre.

Wer die „Alte Post“ und das Kunstwerk am Fernheizwerk Penk besucht, kann heute ein Stück Geschichte mit eigenen Augen entdecken – und vielleicht auch fühlen.

Fertiges Projekt