Kunstwand Fernheizwerk Penk

07.07.2025


Kunstwand am Fernheizwerk Penk
Point: Fernheizwerk Penk – 9816 Penk 92
Video von der Entstehung:

Im Rahmen des EU-Projekts Kunstwände entstand am Fernheizwerk Penk ein eindrucksvolles Wandbild, das die Vergangenheit, die Landschaft und die Identität des Mölltals in einer kraftvollen Bildsprache vereint. Die Salzburger Künstlerin Edith Sulzenbacher verwandelte gemeinsam mit spontaner Unterstützung von Aktrice Edith-Maria Lesnik eine schlichte Betonwand in eine überdimensionale Leinwand voller Geschichte und Bedeutung. Trotz wetterbedingter Verzögerungen konnte das Projekt erfolgreich realisiert werden.

Im Zentrum des großflächigen Gemäldes steht das Teuchltal – eine Landschaft, die über Jahrhunderte hinweg vom Bergbau geprägt war. Erz und Edelmetalle wurden hier mit großem körperlichem Einsatz aus dem Gestein gelöst und in Schmelzöfen weiterverarbeitet. Die Darstellung würdigt die harte Arbeit der Menschen, die mit einfachsten Mitteln Außergewöhnliches leisteten und damit die wirtschaftliche Grundlage der Region schufen. Hinter der Szene öffnen sich Fragmente alter Mauern – eine stille Hommage an die bis heute sichtbaren Spuren der „Alten Schmelz“ in der Teuchl. Sie geben den Blick frei auf die markanten Berge und die scheinbar endlosen Wälder des Mölltals.

Die Natur ist in diesem Werk weit mehr als Kulisse. Sie ist Mitgestalterin der Geschichte, Lebensraum und Identität zugleich. Ohne das Holz der umliegenden Wälder, ohne die daraus gewonnene Holzkohle als Brennstoff, hätten die Schmelzöfen niemals jene Temperaturen erreicht, die nötig waren, um Metall vom Gestein zu trennen. Hier zeigt sich eindrucksvoll, wie Mensch, Natur und Rohstoff über Generationen hinweg untrennbar miteinander verbunden waren – und wie sie das Mölltal bis heute prägen. Das Kunstwerk blickt jedoch nicht nur zurück. Es schlägt bewusst den Bogen in die Gegenwart und Zukunft. Der Wandel von der traditionellen Metallverarbeitung zur modernen, nachhaltigen Wärmeversorgung wird sichtbar: stilisierte Flammen eines Hackschnitzel-Heizkessels durchziehen das Bild – ein Motiv, das sich auch im Logo des Fernheizwerks Penk wiederfindet. So erzählt die Kunstwand nicht nur von dem, was war, sondern auch von dem, was ist und noch kommen wird: von Innovation, Verantwortung und einem respektvollen Umgang mit regionalen Ressourcen.

Mit diesem Wandbild entstand ein Ort, der mehr ist als Kunst im öffentlichen Raum. Es ist ein sichtbares Zeichen für Kultur, Geschichte und Erneuerung im Mölltal – ein Platz zum Innehalten, zum Erinnern, zum Staunen und zum Weiterdenken.

Ein herzlicher Dank gilt Bürgermeister Stefan Schupfer und seinem Team,
der Familie Elvira & Andreas Friedrich, sowie ganz besonders Helga & Wolfram vom Reiterhof Krabeter für die großartige Unterstützung.

Vorbereitungsarbeiten für die Kunstwand

Die Entstehung

Fertiges Projekt