Kunstwand Klemens Baum

16.08.2023

Kunstwand im Zentrum von Obervellach 
Point: Haus Rieser - 9821 Obervellach Hauptplatz 60

In dieser Wandarbeit vereint der Künstler Klemens Baum die beiden Wappen von Obervellach und Freising zu einem gemeinsamen Kunstwerk. Entstanden ist ein sichtbares Zeichen für die tiefe Freundschaft, die jahrhundertelange gemeinsame Geschichte und die enge Verbindung beider Orte – insbesondere zur Zeit des Bergbaus. Unterstützt wurde Klemens Baum bei der Umsetzung von seinem Freund Herbert Meier aus Freising, dessen Mithilfe die grenzüberschreitende Zusammenarbeit auch auf künstlerischer Ebene widerspiegelt. Gemeinsam schufen sie ein Werk, das Vergangenheit, Gegenwart und Verbundenheit in einem Bild vereint.

Im Jahr 1556 verlieh Kaiser Ferdinand I. den Bürgern von Obervellach das Recht auf Selbstverwaltung durch die freie Wahl von Bürgermeister und Marktrichter. 1560 folgte die Verleihung des Obervellacher Wappens, das bis heute ein bedeutendes Symbol für Identität und Eigenständigkeit ist. Dieses Wappen bildet die bildliche Grundlage des Kunstwerks. Ergänzt wird es durch den Freisinger Bären, ein starkes Zeichen der historischen und kirchlichen Verbindung zwischen den beiden Städten.

Am Ufer des dargestellten Flusses finden sich Gold-, Silber- und Kupfermünzen – Sinnbilder für den Bergbau, der Obervellach über Jahrhunderte hinweg Wohlstand und Bedeutung brachte. Ein Bischofsstab verweist auf die enge kirchliche Geschichte und den Einfluss Freisings in der Region. Auf der linken Bildseite ist die Burg Falkenstein zu sehen, eine der ältesten Burgen Kärntens. Ihr genaues Erbauungsdatum ist nicht mehr bekannt, die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1164, damals unter dem Namen Valchenstein. Sie steht sinnbildlich für Schutz, Beständigkeit und Geschichte. Rechts im Bild erheben sich die Türme des Freisinger Doms. Errichtet aus Backstein und teilweise aus Tuffstein, prägen sie bis heute das Stadtbild Freisings. Der Nordturm verjüngt sich durch zwei leichte Absätze, die auf die abgeschlagenen romanischen Gliederungen zurückgehen. 1724 wurden die Türme bemalt. Mit einer Höhe von 56 Metern zählen sie zu den markantesten Bauwerken der Stadt und sind das dritthöchste Gebäude Freisings.

Der dargestellte Korbiniansbär mit Packsattel geht auf eine Sage rund um den heiligen Korbinian, den Gründer des Bistums Freising, zurück. Der Bär ist bis heute Teil des Stadtwappens von Freising und findet sich ebenso im erz­bischöflichen Wappen von Kardinal Josef Ratzinger sowie im päpstlichen Wappen von Papst Benedikt XVI. wieder. Er steht für Glauben, Last, Demut und Stärke – Werte, die auch in der gemeinsamen Geschichte von Obervellach und Freising eine zentrale Rolle spielen.

Entstehung

Klemens Gerard Baum ist 1960 in Freising geboren. Seit 1974 zeichnet er mit Bleistift sowie malt kleine Ölbilder. Beim Künstler Heiner Brendel und seinem Vater Gerard Baum (Malermeister, Bühnenmaler und Künstler) nimmt er von 1976 – 1978 Malunterricht. Ab 2004 macht er Holzschnitte und beschäftigt sich mit Blattgold auf Öl. 2011 gestaltet er die Broschüre „ Malerei mit Ölfarben“ sowie dem Bildband „Kräne“ ( handkolorierte schwarz/weiß Fotografien )

Klemens Baum präsentiert seit 1975 in verschieden Kunstvereinen, Kneipen sowie Einzellaustellungen seine Werke. Sein Schwerpunkt sind Expressionismus, kubischer Impressionismus, Holzschnitte, Mischtechniken, grafische Arbeiten, Blattgold und Holzskulpturen.

Seit 1976 ist er auch Musiker bei verschiedenen Musikgruppen.
1979 – Ausbildung zum Orgel- und Harmoniumbauer.

Klemens Gerard Baum
Zweigstraße 5
85354 Freising
+49 176 72153 850
e-mail: klemens.baum@gmx.de

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