Kunstwand von Aktrice

Kunstwand von Aktrice im Zentrum von Obervellach
Point: Allianz Agentur - 9821 Obervellach 54

Künstlerin Aktrice erzählt mit den Linien von Gold, Silber und Kupfer  – von den Schätzen tief im Inneren der Berge und vom Reichtum einer Zeit, die das Mölltal geprägt hat. Doch sie stehen ebenso für das harte Leben der Bergknappen, für ihre Mühen, ihre Hoffnung und ihren unermüdlichen Einsatz.

Aus ganz Europa kamen Männer ins Mölltal, angelockt vom Glanz der Metalle. Viele von ihnen blieben, gründeten Familien und verwurzelten sich in dieser Landschaft. Ihr Wissen, ihre Ausdauer und ihr handwerkliches Können leben bis heute weiter: Noch immer sind Bergarbeiter aus dem Mölltal europaweit als gefragte Tunnelbauer bekannt – ein stilles Erbe einer jahrhundertealten Tradition.

Das Mölltal trägt seine Geschichte in den Bergen. Erzgruben, Silber- und Goldbergwerke durchzogen einst das Hochgebirge und machten die Region zu einem frühen Zentrum des Bergbaus. Eine über 6.000 Jahre alte Kultstätte am Danielsberg zeugt davon, dass bereits um 500 v. Chr. nach Gold, Silber und Eisen geschürft wurde – ein frühes Zeichen für die tiefe Verbindung zwischen Mensch und Berg.

Kupfer in der Großfragant, Eisen auf der Raggaalm, Gold in der Wurten – diese Bodenschätze verliehen der Landschaft ihren Namen und ihren Ruf. Besonders der Goldabbau, der weit in die Vergangenheit zurückreicht, gab der Goldberggruppe ihre Identität. Schon die Kelten erkannten den Wert dieser Berge, später übernahmen die Römer im Jahr 15 v. Chr. den Abbau und formten die Region weiter.

Ein altes Bergwerksverzeichnis in Obervellach belegt, dass um 1480 in der „Teuchl“ Silber gewonnen wurde. In jener Zeit war das heutige Gemeindeamt Wohnsitz der Gewerkenfamilie Schlaminger, deren Einfluss den Bergbau im Mölltal entscheidend mitprägte. Mit der Ernennung von Lamprecht Zäch zum ersten Oberstbergmeister im Jahr 1509 wurde Obervellach zum Verwaltungszentrum eines weitreichenden Bergbaugebietes. Hier schlug das organisatorische Herz eines Wirtschaftszweiges, der im 16. Jahrhundert im gesamten Ostalpenraum seine Blüte erlebte. Über 270 Jahre hinweg beherbergte der Markt Obervellach die zentrale Bergbauverwaltung des Habsburgerreiches – ein Ort, an dem Macht, Wissen und Verantwortung zusammenliefen und der dem Mölltal überregionale Bedeutung verlieh.

Doch der Glanz des Goldes war nicht von Dauer. Als der Ertrag in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts schwand, gerieten viele Bergwerksbetreiber in Not. Aus dieser Zeit stammt ein bemerkenswertes Zeichen der Solidarität: 1537 entstand die Bruderlade. Jeder Knappe zahlte einen kleinen Beitrag – einen Kreuzer pro Gulden und Monat – in eine gemeinsame Kasse. Diese frühe Form sozialer Absicherung war Ausdruck von Zusammenhalt und Fürsorge und gilt als Vorläufer unserer heutigen Sozialversicherung.

Link zur Projektbeschreibung und allen Kunstwerken

Aktrice ist am 13.12.1967 in Obervellach geboren. Als Kind schon war sie fasziniert von der Malerei der "Alten Meister" und nach ihrer Lehre als Schuhmacherin und der Arbeit mit Schuhdesignern in Deutschland an den Musterschuhen für die großen Schuhmessen in Europa hat sie die altmeisterlichen Maltechnik nach Max Doerner studiert und bei Michael Fuchs die Meisterklasse abgeschlossen. Von 2004 – 2009 malte sie mit Prof. Ernst Fuchs in der "Apokalypsen" Kapelle der Stadtpfarrkirche St. Egid in Klagenfurt. Zur Zeit ist sie Projektleiterin für die „Kunstwände“ des Tourismusverbandes Mölltal.

Sie schafft Werke, die zum Nachdenken und Genießen anregen. Erotik und Mystik vereinen sich in unzertrennlicher Weise, insbesondere durch die Dramatik eines Licht-Schatten Spiels, sowie durch die Harmonie und Intensität der Farbe, welche sie auf einfühlsame Art und Weise einzusetzen versteht. Charakteristisch in vielen ihrer Werke ist vor allem die Farbe Rot. In ihren Bildern erschafft die Malerin eine Welt, die unwirklich erscheint, aber dennoch von der Wirklichkeit erzählt. Alltägliche Gegenstände, sowie die Architektur werden als Symbole eingesetzt, um unser inneres Leben zu offenbaren.

Aktrice´s eigenwillige Kombination abstrakter Kompositionen in den verschiedensten Materialien findet zu einer unverkennbaren Symbiose mit der Liebe in der fast schon in Vergtessenheit geratenen altmeisterlichen Mischtechnik
und führt dadurch zu einem wahrhaft brillanten Ausdruck. Diese Technik reicht bis zur Spätgotik zurück und ermöglicht es der Künstlerin ihre Bilder mit bestechender Leuchtkraft und Farbintensität herzustellen.

Aber auch die Qualität der Materialien sind sehr hochwertig. Verwendet werden von ihr Ölfarben, die heute noch mit Steinwalzen und kalt gepressten Windmühlen-Leinöl hergestellt werden. Dieses sehr teure und zeitaufwendige Verfahren erzeugt reine, unveränderte, lichtechte Farben. So laden uns ihre Werke dazu ein, zu genießen und durch diesen Genuss zum Innersten unseres Wesens vorzudringen.

Kontakt:
Atelier & Galerie Aktrice
Räuflach 77
9821 Obervellach
phone: +43 676 4897 862
e-mail: aktrice@obervellach.net
website: https://aktrice.net